AndräsCoaching

 

Über mich

 

Als ich im Jahr 1998 vor der Studienwahl stand, dachte ich, ich müsse eine Wahl zwischen einem „sozialen Beruf“ und einem Bereich treffen, der eher „selbstbezogene Bedürfnisse“, etwa nach Kreativität und Autonomie, in mir erfüllt.  Nachdem ich mich mit dem Lehramt vermeintlich für Ersteres entschieden hatte, merkte ich (allerdings erst im Referendariat), dass Bildungsarbeit beides vereinte: die Arbeit mit und für andere Menschen und immer auch die Arbeit an sich selbst. Die Entwicklung junger Persönlichkeiten mitzugestalten funktioniert nur, wenn man sich selbst stetig weiterentwickelt.

 

Plötzlich war der Knoten geplatzt und ich stürzte mich mit Freude in die Arbeit. Und ins Leben – denn bald merkte ich, dass das Leben und die Arbeit keine getrennten Bereiche für mich darstellten. Das hatte nichts mit einer schlechten work-life-balance zu tun. Vielmehr damit, dass mir meine Arbeit – insbesondere als ich 2009 anfing, Lehrer:innen auszubilden – wirklich richtig viel Spaß macht. Ich empfinde sie als vielfältig, als sinnstiftend und als etwas, bei dem ich Selbstwirksamkeit erleben kann: Das, was ich mir erarbeite, hat eine direkte Wirkung, die ich selbst wahrnehmen kann, im Engagement und in der Verbindung mit meinen Auszubildenden.

Seitdem berate ich junge Menschen in herausfordernden Phasen zu ihrer persönlichen beruflichen Entwicklung. Es war einfach wunderbar, als ich mit meiner Ausbildung zum systemischen Coach, aber auch durch weitere Qualifikationen wie die der empathischen Kommunikation, meine Kompetenzen hierin weiter ausschärfen konnte. Ich kam dadurch aus meiner „Blase“ der Bildungslandschaft heraus und erkannte, dass meine Erfahrung und meine Leidenschaft insbesondere im Hinblick auf das Thema „Lernen“ auf sämtliche Berufsfelder übertragbar sind.

 

Aus meinen beruflichen Kenntnissen als Lehrerin und Ausbilderin aber auch als Mutter eines Sohnes habe ich die Überzeugung entwickelt, dass Lernen etwas ist, das wir Menschen so gut können und auch so gerne tun, wie kaum etwas Anderes. Und zwar dann, wenn es sich an individuelle Ressourcen, Stärken, Persönlichkeitsaspekte und eigene Fragen anschließt. Dann stiftet die Tätigkeit Sinn und wird als individuelle Weiterentwicklung erfahrbar, auf die man stolz sein kann. Folglich werden auch Mühen eher akzeptiert und Anstrengungsbereitschaft und – mit mehr oder weniger Übung – auch die für den Erfolg so wichtige Selbstdisziplin entwickelt. Manch einer kommt bei einer herausfordernden, sinnstiftenden Tätigkeit gar in den sogenannten „Flow“. Leider wird meiner Beobachtung nach diese Natürlichkeit in unserem Bildungssystem (aber auch in den meisten anderen Berufsfeldern) häufig durch verschiedene ungünstige Faktoren aufgehoben. Irgendwann wissen die Kinder und auch wir Erwachsenen gar nicht mehr, was wir können, wie wir lernen und welche Ziele wir überhaupt verfolgen sollen. Dies führt zu Orientierungslosigkeit, Stress und Frust – in den Institutionen selbst, aber auch im System, der Familie. Ich bin dankbar, dass ich meine Expertise und meine vielfältigen Kontakte im Bereich Lernen, meine persönlichen beruflichen sowie privaten Erfahrungen und Kenntnisse im Bereich Resilienz und Glück verbinden kann.

 

Als ich dann 2016 mit einer sehr seltenen, chronischen, nicht heilbaren Erkrankung diagnostiziert wurde, riss mir das zunächst den Boden unter den Füßen weg. Heute bin ich vor allem dankbar: dafür, dass ich nun schon einige Jahre stabil bin und meine Einschränkungen noch überschaubar sind. Aber vor allem dafür, dass ich dadurch und auch durch weitere Verlusterfahrungen an meinem Leben wachsen durfte. Kaum etwas wirft einen Menschen weiter aus der eigenen Komfortzone als der Verlust von Gesundheit. Und bekanntermaßen findet genau hier – im Feld da draußen, außerhalb des bequemen Komfortbereichs – die Entwicklung statt. Das Ehrenamt (ein wesentlicher Glücksfaktor), die bereichernde und z.T. tiefe Verbundenheit mit meinen Mitpatientinnen (ein noch viel größerer Glücksfaktor), der Aufbau und die konkrete Erfahrung der eigenen Widerstandskraft, das Loslösen aus alten Konzepten, wie das Leben angeblich zu sein hat… all das hätte ich sonst wahrscheinlich in dieser Form nicht erfahren. Ich hätte nicht so intensiv an den Themen Resilienz, Glück und Bewältigungsstrategien geforscht. Durch meine eigene gesundheitliche Situation habe ich gelernt, wie wichtig es ist, Selbstempathie zu fördern, den Verlust anzuerkennen und Strategien zur Bewältigung kennenzulernen sowie einzuüben. Meine Seminare, Workshops und Coachings sind mir in diesem Bereich eine besondere Herzensangelegenheit.

 

Darüber hinaus singe ich in meiner Freizeit im Chor, im Quartett sowie solistisch und schreibe eigene Songs. Auftritte, das dazugehörige Lampenfieber und entsprechende Techniken zum Stressabbau sind mir dadurch ebenso bekannt, wie die große Auswirkung der Kreativität auf die Lebenszufriedenheit.

Mein Bedürfnis nach schöpferischer Tätigkeit ist auch noch einmal extra vertreten. Mein früheres Ich, das damals vor der Berufswahl stand – meine kleine Abiturientin, 19 Jahre jung, in mir – darf also zufrieden sein.

 

Aus dieser beruflichen und privaten Biografie ergeben sich besondere Schwerpunkte in den Bereichen Glück, Lehren und Lernen mit Freude und Coping.

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